Fullmetal Alchemist

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by Hopestheim

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Review Anime/Manga: Fullmetal Alchemist

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Hagane no Renkinjutsushi oder auch Fullmetal Alchemist ist ein Manga, mit dem gleichnamigen Anime von Hiromu Arakawa.

Man kann nichts gewinnen, wenn man nicht auch bereit ist Opfer zu bringen.
Wenn man etwas Neues erhalten will, muss man etwas von gleichem Wert hergeben.
So lautet das alchimistische Prinzip des äquivalenten Tausches.
Zu jener Zeit, hielten mein Bruder und ich dies für eine der Säulen der Welt.“

Handlung:
Der zehnjährige Edward und sein ein Jahr jüngerer Bruder Alphonse beschließen am Grab der eben erst verstorbenen Mutter, ebendiese ins Leben zurück zu holen. Die beiden sind alleine- der Vater, Van Hohenheim, hat die Familie aus dem kleinen, idyllischen Dorf Resembool schon vor langer Zeit verlassen.
Sie werden Schüler der strengen Alchemistin Izumi Curtis, die den Kindern nicht nur die Grundlagen der Alchemie lehrt, sondern ihnen auch die Regeln und Gesetze einschärft.
Nach ihrem Studium kehren sie in ihr Heimatdorf zurück.
Dort lebt auch ihre Kindheitsfreundin Winry mit ihrer Großmutter Pinako Rockbell. Winry selbst ist Waise, da ihre Eltern, beide Ärzte, bei dem großen Ishbal-Krieg umkamen (dazu später mehr).
Es ist nun ein Jahr vergangen und die beiden Brüder versuchen nun, ihre geliebte Mutter wieder zu sich zurück zu holen.
Was für einen Preis die beiden dafür zahlen, ahnen sie in diesem Moment noch nicht.
Die Formel ist perfekt, doch etwas geht schrecklich schief und nun müssen die Elric-Brüder am eigenen Leib erfahren, warum die Menschliche Transmutation verboten ist.
Edward verliert sein linkes Bein und muss zudem noch mit ansehen, wie der gesamte Körper seines Bruders ins Nichts verschwindet.
In der Angst, Alphonse für immer verloren zu haben, bindet Ed die Seele seines Bruders an eine Rüstung und opfert im Tausch dafür seinen rechten Arm.
Daraufhin bringt Al ihn zu Großmutter Pinako, die Ed Automails für seine verlorenen Gliedmaßen anfertigt. Automail sind Prothesen, die aus Metall angefertigt werden und sich durch künstliche Nerven mit den Muskeln verbinden und somit einwandfrei die verlorenen Körperteile ersetzen können.
Noch am selben Abend bekommen sie hohen Besuch von niemand geringeren als Oberstleutnant Roy Mustang. Er bietet den Brüdern an, sich bei der Prüfung zum Staatsalchemisten anzumelden. Sie wissen, dass sie sich damit zu „Lakaien der Armee“ machen, welche in manchen Teilen des Landes nicht gern gesehen werden. Doch Edward nimmt daran Teil, nicht nur, um damit an streng geheime Unterlagen des Militärs zu kommen. Er beweist sich in den Prüfungen als äußerst geschickt und erkennt, dass er auch ohne Transmutationskreis Alchemie einsetzen kann.
Edward geht mit seinen zwölf Jahren als der jüngste Staatsalchemist aller Zeiten in die Geschichte der Staatsalchemisten ein und macht sich mit Alphonse auf die Suche nach dem legendären Stein der Weisen, um endlich ihre Körper wieder vollständig zurück zu holen. Dabei stoßen sie immer tiefer in Verschwörungen rund um den Stein, worin auch das Militär involviert ist.

Die Welt der Alchemie:
Fullmetal Alchemist spielt in einer Parallelwelt, die unserer zur zeit der Industrialisierung, heißt Anfang 20. Jahrhundert, stark ähnelt. Flugzeuge sind noch nicht gebaut und auch sonst scheint der technische Stand noch nicht weit ausgereift.
In dieser Zeit wird die Welt von Alchemie beherrscht. Was zunächst dabei noch wie Magie aussieht, ist in Wirklichkeit nichts als eine Wissenschaft, die sich grundlegenden Gesetzen und Regeln unterwerfen muss. Dabei gilt das Gesetz des äquivalenten Tausches: Man kann nichts bekommen, wenn man nicht etwas von gleicher Masse hergibt.
Alchemisten können daher beispielsweise eine kaputte Uhr wieder vollständig reparieren, sie jedoch nicht größer, oder in ein anderes Material verändern. Holz kann nicht zu Metall werden, Stein nicht zu Gold.

Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz, was einem Tabu gleichkommt: Die Menschliche Transmutation.
Bisher haben die Wissenschaftler alles daran gesetzt, dieses Tabu zu brechen. Man weiß, aus welchen Bestandteilen der Menschliche Körper besteht und jedes Kind könnte sich diese Bestandteile mit seinem Taschengeld auf einem Markt kaufen.
Jedoch ist es niemanden gelungen eine Menschliche Transmutation erfolgreich durchzuführen, da das Menschliche Leben zu kostbar ist, um es in etwas anderes zu verwandeln oder gar von den Toten wieder zu erwecken. Daher wurde es verboten und als ungeschriebenes Gesetz festgelegt.
Um eine Transmutation durchführen zu können, benötigt man nicht nur das Wissen um die Gesetze oder die genauen Bestandteile dessen, was man erschaffen will. Alchemisten benötigen einen Transmutationskreis, der die entstehenden Energien zur einer Reaktion umwandelt.
Die einfachste Variante ist es, sie auf den Boden zu zeichnen. Es gibt jedoch auch Alchemisten, die die Kreise auf den Händen tätowiert, oder sie in die Handschuhe eingenäht haben. Diese Kreise sind jedoch je nach Transmutation unterschiedlich.

Der Stein der Weisen:
Auch Lapis philosophorum, Roter Löwe, großes Elixier, Magisterium, Rote Tinktur, Panazee des Lebens oder Astralstein genannt. Um diesen Stein ranken sich Legenden aller Art. Er solle Wasser in Rotwein verwandeln und Menschen aus dem Totenreich zurückholen können.
Viele Alchemisten haben versucht, den Stein künstlich herzustellen und einigen sind sogar Kopien, sogenannte unvollendete Steine.
Viele denken vielleicht bei dem Wort an Harry Potter. Auch hier steht der Stein als Symbol für ewiges Leben.

Der Ishbal-Krieg:
Zehn Jahre vor Beginn der Handlung fand ein Krieg im Osten des Landes statt. Grund dafür war der Glaube der dort lebenden Ishbalier, die der Meinung waren, Alchemie sei nichts als Ketzerei. Sie lehnten sich gegen das Militär auf und durch einen Zwischenfall, bei dem ein kleines ishbalisches Mädchen von einem Soldaten getötet wurde, brach ein furchtbarer Bürgerkrieg aus.
Hier wurden zum ersten Mal unvollendete Steine und Staatsalchemisten als Waffe des Militärs eingesetzt und Ishbal wurde zerstört.
Überlebende der Stadt fanden sich in kleinen Gruppen zusammen und leben, im ganzen Land verteilt, in Slum-ähnlichen Dörfern, immer mit der Angst, Soldaten könnten sie finden.
Wie oben bereits erwähnt starben Winrys Eltern, da sie als Ärzte verpflichtet waren, mit in den Krieg zu ziehen. Dabei wurden sie jedoch von einem Soldaten ermordet, da die beiden es gewagt hatten, nicht nur die Soldaten ihres Landes, sondern auch Ishbalier zu verarzten.

Das Militär und politische Verhältnisse:
Der Staat Amestris unterliegt dem Militär, geführt vom Generalfeldmarschall in einer Militärdiktatur. Das Parlament hat keine Macht und Einfluss auf die Gesetzgebungen des Landes. Auch Volksabstimmungen scheint es zu dieser Zeit noch nicht zu geben. Die Staatsalchemisten unterliegen direkt dem Generalfeldmarschall, bekommen Aufträge von ihm erteilt und sind verpflichtet im falle eines Krieges, mit in die Schlacht zu ziehen. Sie müssen sich einmal im Jahr einer Kontrolle ihrer alchemistischen Fähigkeiten unterziehen. Sollten sie diese Prüfung nicht bestehen, wird ihnen der Titel als Staatsalchemist wieder aberkannt und sie müssen ihre silberne Taschenuhr abgeben- das Zeichen der Staatsalchemisten. Sie verstärkt unter anderem die Reaktion der Transmutationen und gilt als besonders wertvoll.
Jedoch sind die Charaktere des Militärs nicht unbedingt so, wie man es vielleicht vermuten würde. Sie stellen häufig überzogene Vorstellungen dar und sind daher nicht minder auffallend komisch. So verhält sich Generalfeldmarschall überaus gelassen, ist ständig fröhlich und unbeschwert und scheint nie die Kontrolle zu verlieren.

Roy Mustang: Auch bekannt als Flame Alchemist- Als Edwards direkter Vorgesetzter verkörpert er nicht nur die Person, die sich aufopfernd um das Volk und seine Untergebenen kümmern will. Dabei nutzt er hingegen auch mehrmals eben diese aus, sein beliebtestes „Opfer“ scheint Edward zu sein. Er scheint immer alles im Voraus zu wissen und hilft den Elric Brüdern auch oft aus schwierigen Situationen heraus.
Sein Charakter wurde, wie auch einige andere im Militär, nach Jagdflugzeugen des zweiten Weltkrieges benannt: North American P-51 Mustang.

Riza Hawkeye: Scheint nicht nur die rechte Hand des Oberst Mustang zu sein, sie scheint überhaupt mehr ein Teil von ihm. Sie ist ständig an seiner Seite und passt auf ihn auf, was fast schon an Mütterlichkeit erinnert. Jedoch zeigt sie ihm oft genug, wie wenig sie von manchen seiner Handlungen hält und zeigt dies dann auch äußerst direkt, was Mustang dann immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückwerfen lässt.
Auch hier lässt sich ihr Name auf die Luftwaffen des zweiten Weltkrieges ableiten: Grumman E-2 Hawkeye.

Maes Hughes: Er gehört wohl unter den Fullmetal Alchemist-Fans zu einer der beliebtesten Charakteren. Sobald er auftaucht, kann man sich sicher sein, dass er wieder von seiner schwangeren Frau und später von seiner Tochter schwärmt. Er geht damit so ziemlich jedem auf die Nerven, da er es sich nicht nehmen lassen kann, bei jeder sich bietenden Gelegenheit, ein Bild seiner Tochter herzuzeigen.
Seinen Nachnamen erhielt er übrigens vom Flugzeugpionier Howard Hughes.

Luis Armstrong: Auch bekannt als Strong Arm Alchemist- Als Sohn einer sehr starken und traditionsbewussten Familie, scheut auch er nicht davor ständig über seinen Stammbaum zu prahlen. Er ist einer der ersten Leibwächter der Elric Brüder, die davon jedoch nicht sonderlich angetan sind. Was man den beiden nicht verübeln kann, den Armstrong lässt es sich nicht nehmen, bei jedem Kampf oder Prahlerei über seine Familie, sein Hemd auszuziehen.


Homunculus
:
Neben diesen vielen Charakteren gibt es natürlich auch einige, die sich gegen das Militär und den Zielen Edwards und seines Bruders stellen. Die Homunculi.
Als künstlich geschaffene Menschen, ohne Seele und der Fähigkeit, Alchemie zu wirken, streben sie nach der Vollendung ihrer Art. Sie wollen nichts weiter als Menschen werden.
Sie sind so gut wie unsterblich, können sich selbst heilen und haben zudem noch spezielle Fähigkeiten. Sie stärken sich, indem sie unvollendete Steine essen und werden nach den sieben Todsünden benannt:

Lust (Wollust)- Sie kann ihre Fingernägel zu Stichwaffen verlängern.

Wrath (Zorn)- Er kann als einziger Homunculus altern und besitzt ein Auge, mit dem er sehr schnell sehen und reagieren kann, er besitzt übermenschliche Reflexe und Tempo

Envy (Neid)- Er kann seine Gestalt beliebig verändern und ist so in der Lage, jeden zu täuschen.

Gluttony (Völlerei)- Er kann so ziemlich alles und jeden essen. Er hat ständig hunger und scheint sehr auf Lust bezogen zu sein, da er sie ständig begleitet.

Sloth (Trägheit)- Er ist ein sehr großer Homunculus, der eine zähe haut besitzt. Er würde jedoch am liebsten nur schlafen oder faul rumliegen und ihn scheint alles zu nerven (erinnert irgendwie an Shikamaru ;P)

Pride (Hochmut)- er ist der älteste und mächtigste der Homunculi. Er hat die Fähigkeit seinen Schatten bis ins unendliche auszudehnen und kann damit als Waffe einsetzen und angreifen.

Greed (Gier)- Er kann seine Haut mit Kohlenstoff überziehen und sie somit diamanthart werden lassen. Er ist der einzige der Homunculi, der sich den Befehlen ihres „Vaters“ widersetzt und ist somit ein abtrünniger.


Veröffentlichungen
:
Der Manga umfasst 108 Kapitel in 26 Bändern im Manga-Magazin Monthly Shonen Gangan des Verlags Square Enix veröffentlicht. Seit 2006 erschien der Manga auch in Deutschland unter dem Planet Manga Verlag und zählt bis jetzt 20 Bände.

Am 23.Juli.2005 kam in Japan der Film zur Serie in die Kinos: Fullmetal Alchemist – Der Film: Der Eroberer von Shamballa. Er knüpft direkt an das Ende des Animes an, jedoch muss man auch hierzu sagen, dass Filme grundsätzlich nicht die Handlung des Animes beeinflussen. Es ist aber so eine Art „Alternativende“ das scheinbar die vielen FMA-Fans eine Art Entschädigung bringen soll (-ich persönlich war dabei nur noch frustrierter).


Fullmetal Alchemist- Brotherhood
:

Zur Überraschung vieler Fans dieses Animes, wurde 2009 die Neuauflage der beliebten Serie veröffentlicht.
Die Serie knüpft hierbei stärker am Manga, was die erste Reihe leicht in den Schatten stellt. Diejenigen, die zuvor nicht den Manga gelesen haben, kommen nun voll auf ihre Kosten, was die Geschichte angeht. Viele Fragen, die bis dahin noch offen waren, werden nun geklärt und das Ende ist auch ein vollkommen anderes.
Die Animation ist um einiges besser und man hat nicht das Gefühl eine stupide Wiederholung zu sehen. FMA 1 und FMAB unterscheiden sich zwar grundlegend von der Handlung, im Grunde erzählen sie aber dasselbe. Es lohnt sich also, beide Reihen gesehen zu haben.

Mein Statement:
FMA ist wirklich schonungslos brutal. Wenn einer verliert, dann verliert er. Es ist keine Power-Shonen-Serie, in der die Charaktere nach jedem Sieg oder Niederlage plötzlich viel stärker sind als vorher, wie es sonst fast immer der Fall ist.
Es wird nach und nach richtig düster, je näher man dem Ende der Serie kommt und man merkt, wie sehr die Lage an den Charakteren zehrt. Im Gegensatz zu Ichigo aus Bleach bemerkt man bei Ed wirklich, dass er 15 und damit eigentlich noch ein Kind ist und die Kämpfe und Grausamkeiten eigentlich zu viel für ihn sind. Zudem habe ich selten einen Anime gesehen, in dem der Hauptcharakter eine so genial umgesetzte Charakterentwicklung durchmacht.
FMA ist ein Anime bei dem man tatsächlich Angst haben muss, dass einem dein Lieblingscharakter plötzlich in der nächsten Minute wegstirbt.
Außerdem werden sehr ernste Themen behandelt wie zum Beispiel Bürgerkrieg, Rassenfeindlichkeit, Völkermord, Menschrechtsverletzung und die psychische Belastung von Tod/Gewalt/Wahnsinn auf ein Kind/einen Teenager.
Zum anderen jedoch sind sehr viele komische Szenen, wie Edwards „Short Rants“ (da er für sein Alter relativ klein geraten ist, tickt er daher immer aus, sollte man ihn darauf ansprechen), oder Winrys Hang, die Elric-Brüder mit einem ihrer Schraubenschlüssel zu verdreschen, da sie sich schon wieder in Gefahr begeben haben. So kann der Leser oder Zuschauer nicht über die Situation verzweifelt und es lockert die Stimmung maßgeblich. So verlässt man das Ende einer Folge nie vollkommen niedergeschlagen. Und trotz zahlreicher Tragödien, die in so gut wie jeder Folge ihren Platz haben, wird auch immer wieder der Wille zum Leben betont, der sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zu ziehen scheint.

Zusammengefasst: Fullmetal Alchemist hat eine tolle Thematik, rührende und auch zugleich komische Elemente, ausgewogene Kampfszenen, einen passenden Zeichenstil, klasse Atmosphäre, abwechslungsreiche Charaktere und ist einfach nur super umgesetzt.
Was will man mehr?

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Hagane no Renkinjutsushi oder auch Fullmetal Alchemist ist ein Manga, mit dem gleichnamigen Anime von Hiromu Arakawa.

Man kann nichts gewinnen, wenn man nicht auch bereit ist Opfer zu bringen.
Wenn man etwas Neues erhalten will, muss man etwas von gleichem Wert hergeben.
So lautet das alchimistische Prinzip des äquivalenten Tausches.
Zu jener Zeit, hielten mein Bruder und ich dies für eine der Säulen der Welt.“

Handlung:
Der zehnjährige Edward und sein ein Jahr jüngerer Bruder Alphonse beschließen am Grab der eben erst verstorbenen Mutter, ebendiese ins Leben zurück zu holen. Die beiden sind alleine- der Vater, Van Hohenheim, hat die Familie aus dem kleinen, idyllischen Dorf Resembool schon vor langer Zeit verlassen.
Sie werden Schüler der strengen Alchemistin Izumi Curtis, die den Kindern nicht nur die Grundlagen der Alchemie lehrt, sondern ihnen auch die Regeln und Gesetze einschärft.
Nach ihrem Studium kehren sie in ihr Heimatdorf zurück.
Dort lebt auch ihre Kindheitsfreundin Winry mit ihrer Großmutter Pinako Rockbell. Winry selbst ist Waise, da ihre Eltern, beide Ärzte, bei dem großen Ishbal-Krieg umkamen (dazu später mehr).
Es ist nun ein Jahr vergangen und die beiden Brüder versuchen nun, ihre geliebte Mutter wieder zu sich zurück zu holen.
Was für einen Preis die beiden dafür zahlen, ahnen sie in diesem Moment noch nicht.
Die Formel ist perfekt, doch etwas geht schrecklich schief und nun müssen die Elric-Brüder am eigenen Leib erfahren, warum die Menschliche Transmutation verboten ist.
Edward verliert sein linkes Bein und muss zudem noch mit ansehen, wie der gesamte Körper seines Bruders ins Nichts verschwindet.
In der Angst, Alphonse für immer verloren zu haben, bindet Ed die Seele seines Bruders an eine Rüstung und opfert im Tausch dafür seinen rechten Arm.
Daraufhin bringt Al ihn zu Großmutter Pinako, die Ed Automails für seine verlorenen Gliedmaßen anfertigt. Automail sind Prothesen, die aus Metall angefertigt werden und sich durch künstliche Nerven mit den Muskeln verbinden und somit einwandfrei die verlorenen Körperteile ersetzen können.
Noch am selben Abend bekommen sie hohen Besuch von niemand geringeren als Oberstleutnant Roy Mustang. Er bietet den Brüdern an, sich bei der Prüfung zum Staatsalchemisten anzumelden. Sie wissen, dass sie sich damit zu „Lakaien der Armee“ machen, welche in manchen Teilen des Landes nicht gern gesehen werden. Doch Edward nimmt daran Teil, nicht nur, um damit an streng geheime Unterlagen des Militärs zu kommen. Er beweist sich in den Prüfungen als äußerst geschickt und erkennt, dass er auch ohne Transmutationskreis Alchemie einsetzen kann.
Edward geht mit seinen zwölf Jahren als der jüngste Staatsalchemist aller Zeiten in die Geschichte der Staatsalchemisten ein und macht sich mit Alphonse auf die Suche nach dem legendären Stein der Weisen, um endlich ihre Körper wieder vollständig zurück zu holen. Dabei stoßen sie immer tiefer in Verschwörungen rund um den Stein, worin auch das Militär involviert ist.

Die Welt der Alchemie:
Fullmetal Alchemist spielt in einer Parallelwelt, die unserer zur zeit der Industrialisierung, heißt Anfang 20. Jahrhundert, stark ähnelt. Flugzeuge sind noch nicht gebaut und auch sonst scheint der technische Stand noch nicht weit ausgereift.
In dieser Zeit wird die Welt von Alchemie beherrscht. Was zunächst dabei noch wie Magie aussieht, ist in Wirklichkeit nichts als eine Wissenschaft, die sich grundlegenden Gesetzen und Regeln unterwerfen muss. Dabei gilt das Gesetz des äquivalenten Tausches: Man kann nichts bekommen, wenn man nicht etwas von gleicher Masse hergibt.
Alchemisten können daher beispielsweise eine kaputte Uhr wieder vollständig reparieren, sie jedoch nicht größer, oder in ein anderes Material verändern. Holz kann nicht zu Metall werden, Stein nicht zu Gold.
Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz, was einem Tabu gleichkommt: Die Menschliche Transmutation.
Bisher haben die Wissenschaftler alles daran gesetzt, dieses Tabu zu brechen. Man weiß, aus welchen Bestandteilen der Menschliche Körper besteht und jedes Kind könnte sich diese Bestandteile mit seinem Taschengeld auf einem Markt kaufen.
Jedoch ist es niemanden gelungen eine Menschliche Transmutation erfolgreich durchzuführen, da das Menschliche Leben zu kostbar ist, um es in etwas anderes zu verwandeln oder gar von den Toten wieder zu erwecken. Daher wurde es verboten und als ungeschriebenes Gesetz festgelegt.
Um eine Transmutation durchführen zu können, benötigt man nicht nur das Wissen um die Gesetze oder die genauen Bestandteile dessen, was man erschaffen will. Alchemisten benötigen einen Transmutationskreis, der die entstehenden Energien zur einer Reaktion umwandelt.
Die einfachste Variante ist es, sie auf den Boden zu zeichnen. Es gibt jedoch auch Alchemisten, die die Kreise auf den Händen tätowiert, oder sie in die Handschuhe eingenäht haben. Diese Kreise sind jedoch je nach Transmutation unterschiedlich.

Der Stein der Weisen:
Auch Lapis philosophorum, Roter Löwe, großes Elixier, Magisterium, Rote Tinktur, Panazee des Lebens oder Astralstein genannt. Um diesen Stein ranken sich Legenden aller Art. Er solle Wasser in Rotwein verwandeln und Menschen aus dem Totenreich zurückholen können.
Viele Alchemisten haben versucht, den Stein künstlich herzustellen und einigen sind sogar Kopien, sogenannte unvollendete Steine.
Viele denken vielleicht bei dem Wort an Harry Potter. Auch hier steht der Stein als Symbol für ewiges Leben.

Der Ishbal-Krieg:
Zehn Jahre vor Beginn der Handlung fand ein Krieg im Osten des Landes statt. Grund dafür war der Glaube der dort lebenden Ishbalier, die der Meinung waren, Alchemie sei nichts als Ketzerei. Sie lehnten sich gegen das Militär auf und durch einen Zwischenfall, bei dem ein kleines ishbalisches Mädchen von einem Soldaten getötet wurde, brach ein furchtbarer Bürgerkrieg aus.
Hier wurden zum ersten Mal unvollendete Steine und Staatsalchemisten als Waffe des Militärs eingesetzt und Ishbal wurde zerstört.
Überlebende der Stadt fanden sich in kleinen Gruppen zusammen und leben, im ganzen Land verteilt, in Slum-ähnlichen Dörfern, immer mit der Angst, Soldaten könnten sie finden.
Wie oben bereits erwähnt starben Winrys Eltern, da sie als Ärzte verpflichtet waren, mit in den Krieg zu ziehen. Dabei wurden sie jedoch von einem Soldaten ermordet, da die beiden es gewagt hatten, nicht nur die Soldaten ihres Landes, sondern auch Ishbalier zu verarzten.

Das Militär und politische Verhältnisse:
Der Staat Amestris unterliegt dem Militär, geführt vom Generalfeldmarschall in einer Militärdiktatur. Das Parlament hat keine Macht und Einfluss auf die Gesetzgebungen des Landes. Auch Volksabstimmungen scheint es zu dieser Zeit noch nicht zu geben. Die Staatsalchemisten unterliegen direkt dem Generalfeldmarschall, bekommen Aufträge von ihm erteilt und sind verpflichtet im falle eines Krieges, mit in die Schlacht zu ziehen. Sie müssen sich einmal im Jahr einer Kontrolle ihrer alchemistischen Fähigkeiten unterziehen. Sollten sie diese Prüfung nicht bestehen, wird ihnen der Titel als Staatsalchemist wieder aberkannt und sie müssen ihre silberne Taschenuhr abgeben- das Zeichen der Staatsalchemisten. Sie verstärkt unter anderem die Reaktion der Transmutationen und gilt als besonders wertvoll.
Jedoch sind die Charaktere des Militärs nicht unbedingt so, wie man es vielleicht vermuten würde. Sie stellen häufig überzogene Vorstellungen dar und sind daher nicht minder auffallend komisch. So verhält sich Generalfeldmarschall überaus gelassen, ist ständig fröhlich und unbeschwert und scheint nie die Kontrolle zu verlieren.

Roy Mustang: Auch bekannt als Flame Alchemist- Als Edwards direkter Vorgesetzter verkörpert er nicht nur die Person, die sich aufopfernd um das Volk und seine Untergebenen kümmern will. Dabei nutzt er hingegen auch mehrmals eben diese aus, sein beliebtestes „Opfer“ scheint Edward zu sein. Er scheint immer alles im Voraus zu wissen und hilft den Elric Brüdern auch oft aus schwierigen Situationen heraus.
Sein Charakter wurde, wie auch einige andere im Militär, nach Jagdflugzeugen des zweiten Weltkrieges benannt: North American P-51 Mustang.

Riza Hawkeye: Scheint nicht nur die rechte Hand des Oberst Mustang zu sein, sie scheint überhaupt mehr ein Teil von ihm. Sie ist ständig an seiner Seite und passt auf ihn auf, was fast schon an Mütterlichkeit erinnert. Jedoch zeigt sie ihm oft genug, wie wenig sie von manchen seiner Handlungen hält und zeigt dies dann auch äußerst direkt, was Mustang dann immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückwerfen lässt.
Auch hier lässt sich ihr Name auf die Luftwaffen des zweiten Weltkrieges ableiten: Grumman E-2 Hawkeye.

Maes Hughes: Er gehört wohl unter den Fullmetal Alchemist-Fans zu einer der beliebtesten Charakteren. Sobald er auftaucht, kann man sich sicher sein, dass er wieder von seiner schwangeren Frau und später von seiner Tochter schwärmt. Er geht damit so ziemlich jedem auf die Nerven, da er es sich nicht nehmen lassen kann, bei jeder sich bietenden Gelegenheit, ein Bild seiner Tochter herzuzeigen.
Seinen Nachnamen erhielt er übrigens vom Flugzeugpionier Howard Hughes.

Luis Armstrong: Auch bekannt als Strong Arm Alchemist- Als Sohn einer sehr starken und traditionsbewussten Familie, scheut auch er nicht davor ständig über seinen Stammbaum zu prahlen. Er ist einer der ersten Leibwächter der Elric Brüder, die davon jedoch nicht sonderlich angetan sind. Was man den beiden nicht verübeln kann, den Armstrong lässt es sich nicht nehmen, bei jedem Kampf oder Prahlerei über seine Familie, sein Hemd auszuziehen.


Homunculus
:
Neben diesen vielen Charakteren gibt es natürlich auch einige, die sich gegen das Militär und den Zielen Edwards und seines Bruders stellen. Die Homunculi.
Als künstlich geschaffene Menschen, ohne Seele und der Fähigkeit, Alchemie zu wirken, streben sie nach der Vollendung ihrer Art. Sie wollen nichts weiter als Menschen werden.
Sie sind so gut wie unsterblich, können sich selbst heilen und haben zudem noch spezielle Fähigkeiten. Sie stärken sich, indem sie unvollendete Steine essen und werden nach den sieben Todsünden benannt:

Lust (Wollust)- Sie kann ihre Fingernägel zu Stichwaffen verlängern.

Wrath (Zorn)- Er kann als einziger Homunculus altern und besitzt ein Auge, mit dem er sehr schnell sehen und reagieren kann, er besitzt übermenschliche Reflexe und Tempo

Envy (Neid)- Er kann seine Gestalt beliebig verändern und ist so in der Lage, jeden zu täuschen.

Gluttony (Völlerei)- Er kann so ziemlich alles und jeden essen. Er hat ständig hunger und scheint sehr auf Lust bezogen zu sein, da er sie ständig begleitet.

Sloth (Trägheit)- Er ist ein sehr großer Homunculus, der eine zähe haut besitzt. Er würde jedoch am liebsten nur schlafen oder faul rumliegen und ihn scheint alles zu nerven (erinnert irgendwie an Shikamaru ;P)

Pride (Hochmut)- er ist der älteste und mächtigste der Homunculi. Er hat die Fähigkeit seinen Schatten bis ins unendliche auszudehnen und kann damit als Waffe einsetzen und angreifen.

Greed (Gier)- Er kann seine Haut mit Kohlenstoff überziehen und sie somit diamanthart werden lassen. Er ist der einzige der Homunculi, der sich den Befehlen ihres „Vaters“ widersetzt und ist somit ein abtrünniger.


Veröffentlichungen
:
Der Manga umfasst 108 Kapitel in 26 Bändern im Manga-Magazin Monthly Shonen Gangan des Verlags Square Enix veröffentlicht. Seit 2006 erschien der Manga auch in Deutschland unter dem Planet Manga Verlag und zählt bis jetzt 20 Bände.

Am 23.Juli.2005 kam in Japan der Film zur Serie in die Kinos: Fullmetal Alchemist – Der Film: Der Eroberer von Shamballa. Er knüpft direkt an das Ende des Animes an, jedoch muss man auch hierzu sagen, dass Filme grundsätzlich nicht die Handlung des Animes beeinflussen. Es ist aber so eine Art „Alternativende“ das scheinbar die vielen FMA-Fans eine Art Entschädigung bringen soll (-ich persönlich war dabei nur noch frustrierter).


Fullmetal Alchemist- Brotherhood
:
Zur Überraschung vieler Fans dieses Animes, wurde 2009 die Neuauflage der beliebten Serie veröffentlicht.
Die Serie knüpft hierbei stärker am Manga, was die erste Reihe leicht in den Schatten stellt. Diejenigen, die zuvor nicht den Manga gelesen haben, kommen nun voll auf ihre Kosten, was die Geschichte angeht. Viele Fragen, die bis dahin noch offen waren, werden nun geklärt und das Ende ist auch ein vollkommen anderes.
Die Animation ist um einiges besser und man hat nicht das Gefühl eine stupide Wiederholung zu sehen. FMA 1 und FMAB unterscheiden sich zwar grundlegend von der Handlung, im Grunde erzählen sie aber dasselbe. Es lohnt sich also, beide Reihen gesehen zu haben.

Mein Statement:
FMA ist wirklich schonungslos brutal. Wenn einer verliert, dann verliert er. Es ist keine Power-Shonen-Serie, in der die Charaktere nach jedem Sieg oder Niederlage plötzlich viel stärker sind als vorher, wie es sonst fast immer der Fall ist.
Es wird nach und nach richtig düster, je näher man dem Ende der Serie kommt und man merkt, wie sehr die Lage an den Charakteren zehrt. Im Gegensatz zu Ichigo aus Bleach bemerkt man bei Ed wirklich, dass er 15 und damit eigentlich noch ein Kind ist und die Kämpfe und Grausamkeiten eigentlich zu viel für ihn sind. Zudem habe ich selten einen Anime gesehen, in dem der Hauptcharakter eine so genial umgesetzte Charakterentwicklung durchmacht.
FMA ist ein Anime bei dem man tatsächlich Angst haben muss, dass einem dein Lieblingscharakter plötzlich in der nächsten Minute wegstirbt.
Außerdem werden sehr ernste Themen behandelt wie zum Beispiel Bürgerkrieg, Rassenfeindlichkeit, Völkermord, Menschrechtsverletzung und die psychische Belastung von Tod/Gewalt/Wahnsinn auf ein Kind/einen Teenager.
Zum anderen jedoch sind sehr viele komische Szenen, wie Edwards „Short Rants“ (da er für sein Alter relativ klein geraten ist, tickt er daher immer aus, sollte man ihn darauf ansprechen), oder Winrys Hang, die Elric-Brüder mit einem ihrer Schraubenschlüssel zu verdreschen, da sie sich schon wieder in Gefahr begeben haben. So kann der Leser oder Zuschauer nicht über die Situation verzweifelt und es lockert die Stimmung maßgeblich. So verlässt man das Ende einer Folge nie vollkommen niedergeschlagen. Und trotz zahlreicher Tragödien, die in so gut wie jeder Folge ihren Platz haben, wird auch immer wieder der Wille zum Leben betont, der sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zu ziehen scheint.

Zusammengefasst: Fullmetal Alchemist hat eine tolle Thematik, rührende und auch zugleich komische Elemente, ausgewogene Kampfszenen, einen passenden Zeichenstil, klasse Atmosphäre, abwechslungsreiche Charaktere und ist einfach nur super umgesetzt.
Was will man mehr?

42 Gedanken zu “Fullmetal Alchemist

  1. Ich weis ja nicht ob es schon jemand genannt hat aber Death Note is voll cool^^

    Aso und wollte noch sagen super Community auch wenn kein Manga mehr läuft gucke ich regelmäßig hier vorbei ;)

    Aber…
    Der klassiker der Animes ist detektiv Conan

    Denk bitte mal darüber nach.

    Links entfernt!

  2. Hä welche Links ich habe gar keine hinzugefügt

    o.O hab gerade gesehen, das unten immer solche musikfrost links sind (oder so ähnlich)
    aber ich habe die nicht hinzugefügt

    • Das liegt daran, dass du eine Art Virus auf deinen PC hast, der unbemerkt Werbung verbreitet. Frag mal deine Kontakte in MSN oder ICQ, ob die manchmal komische Narichten von dir bekommen ;)

  3. @narutovskyuubi2

    Angeblich ja, es soll schon einen Teaser geben und auf der Offiziellen Fullmetal Alchemist Seite, soll der Film mit Juli 2011 angesetzt sein. Der Titel wäre dann etwa [i]Fullmetal Alchemist: The Sacred Stars of Milos[/i]

  4. Ich hab mir Fullmetal Alchemist angeschaut und es ist einfach der HAMMER :thumb_up:
    Es giebt Stellen die sind echt lustgi zum Beispiel wenn Ed sich aufregt das er so klein ist (für sein alter) :lol: aber an manchen Stellen hät ich heulen können :(

  5. oh man, ich hab urlaub und mir die letzten 3 tage FMA reingeballert, junge das ist so ein GENIALER ANIME! und den kinofilm hab ich mir auch noch reingezogen und es lohnt sich! jetzt zieh ich mir FMA-Brotherhood rein, wobei ich sagen muss das mir die zeichnung da nicht so ganz gefällt!

  6. hab mir auf diesen rat hin FMAB angeguckt, und bin total begeistert:D
    z:T. wirklich düster und bedrückend, andererseits manchmal auch ziemlich lustig:D
    und die story ist echt hammer, keine längen oder ähnliches..
    danke für diesen tipp!:)

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